Freigelegter Pommerbach verändert Kaisersesch

(Pommerbach) Die Umgestaltung des Zentralplatzes in Kaisersesch und der umliegenden Flächen ist wieder einen Schritt weitergekommen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, das kürzlich erworbene Gebäude „Hinter der Mauer 1“ abzureißen. Nachdem zuvor bereits zwei Gebäude „Im Weierchen“ und „Hinter der Mauer“ entfernt wurden, ist nun der Weg für die Vollendung des dritten Bauabschnittes frei.

Die Stadt möchte den gesamten Bereich zwischen Zentralplatz und Marktplatz verschönern und damit aufwerten. An den Wasserspielen auf dem Zentralplatz erfreuen sich bereits viele Passanten, vor allem Kinder, und Wasser soll weiterhin bei der Gestaltung der Stadtmitte eine Rolle spielen. Der Pommerbach soll von seiner Quelle an der Schule bis zum Zentralplatz teilweise aus der Verrohrung befreit werden und sichtbar als renaturiertes Gewässer über das Gelände fließen.

Geplant ist ein Naherholungsbereich mit einer sogenannten Aue. Grünflächen, ein Gehweg, Sitzgelegenheiten direkt am Bach und zusätzliche Parkplätze sollen entstehen.

Dem Grundsatzbeschluss sollte nun bald die Vergabe der Ingenieurleistungen folgen.
Karl-Heinz Berg, Beigeordneter von Kaisersesch

Die Verbandsgemeinde Kaisersesch hat bereits mit den Baumaßnahmen zur Offenlegung des Fließgewässers begonnen, das vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium über das Aktionsprogramm „Blau Plus“ mit 278.000 Euro gefördert wird (die RZ berichtete). „Am Markt“ kann man schon erkennen, welchen Weg der oberirdisch fließende Pommerbach einmal nehmen wird und wo er wieder in Rohren unter der Erde verschwindet. Schon jetzt ist sichtbar, dass sich das bislang eher triste Bild des Kirmesplatzes verändern wird.

Damit der frei fließende Pommerbach bei Starkregen keine Schäden anrichten kann, teilen sich das Abwasserwerk, die Verbandsgemeinde und die Stadt Kaisersesch die Kosten (insgesamt 227.000 Euro) eines Überflutungsschutzes für das Neubaugebiet unterhalb des Waldsportplatzes. Gleichzeitig mit der Renaturierung des Pommerbachs müssen auch die bleibenden Rohre saniert werden, was rund 201.400 Euro kostet. Da der Querschnitt der Rohre verkleinert wird, die auch das Regenwasser aus dem Neubaugebiet aufnehmen müssen, soll als Überflutungsschutz zusätzlich ein Damm am bestehenden Teich bei der Pommerbachschule überschüssiges Wasser zwischenspeichern.

Um die Umgestaltung des Zentralplatzes und seines Umfeldes zu beschleunigen, hat der Stadtrat nach dem jetzt beschlossenen Abriss des Hauses „Hinter der Mauer 1“ die baldige Vergabe der notwendigen Ingenieurleistungen und den Auftrag zur Erstellung eines Schadstoffgutachtens angekündigt. Teile des Pommerbachs wurden schon 2002 renaturiert, als die Kläranlage Kaisersesch erweitert wurde. Die Renaturierung diente damals als Ausgleich.

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