Operation Straßensanierung beginnt

250 Menschen haben sich die Vorstellung des Sanierungsplan der König-Johann-Straße in Kastel-Staadt angehört. Ortsgemeine, Verbandsgemeindewerke Saarburg und Landesbetrieb Mobilität Trier machten im Bürgerhaus deutlich: Während der morgen beginnenden Arbeiten müssen die Einwohner mit vielen Einschränkungen rechnen.

 

Kastel-Staadt. Die König-Johann-Straße in Kastel-Staadt ist eine Rumpelpiste. Schon seit mehreren Jahren warten die Einwohner des Otes darauf, dass die Hauptstraße saniert wird. Ab Donnerstag, 6. März, ist es so weit: Die Firma Christoph Schnorpfeil GmbH & Co. KG aus Trier startet mit den Arbeiten.

Einziger Weg zu Häusern

Es gibt allerdings ein Problem. Teile des Orts auf dem Hochplateau sind nur über die König-Johann-Straße zu erreichen. Sobald ab Herbst der Bereich zwischen Dorfplatz und Schulstraße saniert wird, kommen die Einwohner, die in Richtung Klause wohnen, mit ihren Autos für circa drei Monate nicht mehr bis zu ihren Häusern. Das gefällt vielen Einwohnern des Orts nicht.

“Aber es gibt hier keine Möglichkeit, eine Umleitung einzurichten”, sagt Johannes Müller vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier. Aus versicherungstechnischen Gründen sei es in diesem Bereich auch nicht möglich, an der Baustelle einspurig vorbeizufahren. “Dafür ist die Straße zu eng”, wirbt Müller um Verständnis. Die beauftragte Baufirma wolle versuchen, zumindest an den Wochenenden sicherzustellen, dass die Anlieger ihre Häuser mit dem Auto erreichen.

Kritisch wird nachgefragt, wie etwa die Feuerwehr einen Brand bekämpfen könne, wenn sie mit ihren Fahrzeugen nicht bis an den Einsatzort komme, oder wie Notärzte in dieser Bauphase ihre Patienten erreichen könnten. Müller sagt, dass sich hier in Absprache mit dem Bauunternehmen schnell und unproblematisch Lösungen finden ließen. Er räumt aber ein, dass man “letztendlich nur hoffen kann, dass während dieser Zeit nichts Gravierendes passiert.” Nachts soll die Baustelle aber für Notdienste passierbar bleiben.

 

“Wir brauchen Lösungen”

Glücklich mit diesen Regelungen ist Harald Lehnertz, Ortsbürgermeister von Kastel-Staadt, nicht. Er fordert, dass zumindest außerhalb der Arbeitszeiten die Anlieger ihre Häuser mit dem Auto erreichen können: “Wir brauchen Lösungen, damit die Leute beispielsweise auch ihre Einkäufe vernünftig erledigen können.”

Die König-Johann-Straße wird auf einer Länge von knapp 900 Metern saniert. Der erste Bauabschnitt reicht vom Parkplatz an der Klause bis zur Schulstraße. Hier beginnt die Straßensanierung am morgigen Donnerstag. Ab Oktober soll dann der Bereich zwischen Schulstraße und Dorfplatz ausgebessert werden. Der Bereich rund um den Dorfplatz wird ab Februar 2015 saniert.

Der vierte und letzte Bauabschnitt reicht vom Dorfplatz bis zum Falzweg; dort wird die Straße ab Mai 2015 renoviert. Wenn nichts dazwischen kommt – etwa archäologische Funde – soll die Straßensanierung im September 2015 abgeschlossen sein.

 

Extra

Die Sanierung der König-Johann-Straße kostet insgesamt 1,7 Millionen Euro. Davon übernimmt der Landkreis Trier-Saarburg rund 50 Prozent, also 885.000 Euro. Die Verbandsgemeindewerke Saarburg beteiligen sich mit rund 550.000 Euro. Der Anteil der Ortsgemeinde Kastel-Staadt liegt bei knapp 300.000 Euro. Ortsbürgermeister Harald Lehnertz kalkuliert mit Kosten zwischen acht und elf Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche, die als Anliegerbeiträge auf die Grundstückseigentümer zukommen. itz

 

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