Der rote Knopf ist gedrückt

Planmäßiger Abschluss in Trier-Mitte: Walramsneustraße und Pferdemarkt offiziell eingeweiht

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(Trier) Mit einer kleinen Feierstunde für Anlieger und Beteiligte hat die Stadt Trier die Neugestaltung von Walramsneustraße und Pferdemarkt offiziell gefeiert. Das aufwendige Projekt in der Trierer Mitte war planmäßig nach einem Jahr abgeschlossen worden. Foto: Friedhelm Knopp

 

Trier. Spät – aber nicht zu spät – drückte Triers Baudezernent Andreas Ludwig bei Nieselregen auf dem Pferdemarkt den roten Startknopf. Es war ein rein symbolischer Akt, denn bautechnisch abgeschlossen ist die Neugestaltung von Walramsneustraße und Pferdemarkt schon seit Juli 2015.
Begonnen hatten die Arbeiten rund ein Jahr zuvor am 30. Juni 2014. “Erster Spatenstich und Eröffnung sind die besten Termine eines Baudezernenten”, sagte Ludwig vor zahlreichen Vertretern der Kommunalpolitik, der Baufirmen, der Stadtwerke und der Trierer Bauverwaltung. Von den ebenfalls eingeladenen Anwohnern waren indessen nur einige wenige erschienen.

“Bedeutsame Maßnahme”
Ludwig sprach von einer bedeutsamen und umfassenden Maßnahme im Trierer Zentrum. Andere hätten das Projekt zu einer Zeit in die Wege geleitet, als er noch gar nicht an Trier gedacht habe. Sein Dank galt allen, die auf ihre Weise an diesem Gemeinschaftswerk der Stadt (Straßenbau) und der Stadtwerke (Leitungsausbau und -erneuerung) mitgewirkt hatten – das Land als Förderer, die politischen Entscheidungsträger und das Planungsteam um Tiefbauamtsleiter Wolfgang van Bellen und Projektleiter Eric Wolff.
Sein besonderer Gruß galt den Bauleuten von der Arbeitsgemeinschaft HK Köhler und C. Schnorpfeil, insbesondere Polier Ernst Scherer.
Stets seien er und seine Mitarbeiter auch in schwierigen Situationen um ein gut nachbarliches Verhältnis zu den Anwohnern bemüht gewesen – und das sei dort auch so angekommen. Abschließend bat der Redner insbesondere die Anwohner um weitere Unterstützung, denn “da und dort gibt es noch Probleme, noch ist nicht alles eingefahren”. Was gemacht wurde, fasst Projektleiter Wolff so zusammen: Die Verkehrsführung am innerstädtischen Knotenpunkt Pferdemarkt sicherheitstechnisch optimiert, der eigentliche Platz gestalterisch aufgewertet. Die Walramsneustraße ist nun barrierefrei ausgebaut.
Dank der Trennung des Autoverkehrs durch einen Grünstreifen vom Busverkehr konnte der Busfahrstreifen auch für Fahrradfahrer freigegeben werden – ein wichtiger Baustein zur Realisierung der Fahrrad-Westtrasse in der Innenstadt.

Extra

Was Anwohner zur Neugestaltung meinen: Jürgen Brandscheid (51): Die Neugestaltung ist gut gelungen. Besonders gefällt mir die einseitige und sichere Verkehrsführung auf der Walramsneustraße. Auch die neue, vorgeschobene Einmündung der Oerenstraße trägt zur Sicherheit bei. Edi Muyzers (78): Die Anlage ist schön geworden. Gut war die Zusammenarbeit zwischen den Bauleuten und den Anliegern während der Bauzeit. Leider werden die neuen Flächen noch oft von Falschparkern missbraucht. Hier müsste mehr kontrolliert werden. Stefan Kugel (38):Durch die offene Gestaltung wirkt der Platz viel freundlicher. Gut finde ich auch die integrierten Radwege. Erstaunlich war der exakte zeitliche Ablauf der Arbeiten – beim Tiefbauamt klappt das wohl inzwischen. Helmut Weiland (83): Die neue Platzgestaltung belebt die Gegend. Und der Verkehr läuft über den neuen Belag viel geräuscharmer als früher. Man könnte aber auf die Ampel verzichten – wenn die abgeschaltet ist, wirkt der Verkehrsablauf ruhiger. f.k.

Extra

Gesamtkosten mit Kanalbau durch die Stadtwerke: 2,3 Millionen Euro. Davon Anteil Straßenbau: 1,95 Millionen Euro. Finanzierung: Stadt Trier: 892 000 Euro, Beiträge: 300 000 Euro, Landesförderung aus dem Investitionsstock: 758 000 Euro. Bauzeit: Rund ein Jahr ohne Unterbrechung des Linienbusverkehrs (etwa 900 Busse pro Tag). Umfang: Rund 7500 Quadratmeter Gesamtfläche, davon etwa 3500 Quadratmeter Asphalteinbau und 3500 Quadratmeter Pflasterfläche sowie 1100 Meter Bordsteinanlagen.

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