Ausbau Loebstraße: Erster Abschnitt drei Monate früher fertig – Freigabe am 11. Dezember

(Trier-Nord) Erst kam das Projekt jahrelang nicht aus den Startlöchern, jetzt geht es schneller als erwartet: Der erste Abschnitt des Ausbaus der Loebstraße ist fast abgeschlossen. Offizielle Freigabe ist am 11. Dezember – drei Monate früher als bei Baubeginn angekündigt.

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Foto: Roland Morgen

Trier-Nord. Baudezernent Andreas Ludwig ist gestern 54 geworden, und seine Kollegen vom Tiefbauamt hatten ein passendes Geschenk für ihren Chef. Pünktlich zum Geburtstag konnte Ludwig eine frohe Botschaft verkünden: Der 580 Meter lange erste Abschnitt der Loebstraße zwischen Pfalzeler Brücke und Schaltanlagen-Hersteller Natus ist fast fertig ausgebaut, ab Freitag kommender Woche muss der Verkehr nicht mehr die Umleitung über die parallel verlaufende Metternichstraße fahren.

12 000 Kraftfahrzeuge täglich

Eine gute Nachricht für die rund 12 000 Kraftfahrer vor allem aus Trier und dem Ruwertal, die täglich hier unterwegs sind, denn bei Ausbaubeginn im vergangenen Frühjahr war noch März 2016 als Fertigstellungstermin angepeilt. Dass es drei Monate weniger geworden sind, liegt nach den Worten von Tiefbauamts-Leiter Wolfgang van Bellen am “tollen Miteinander aller Beteiligten”. So sei das Zusammenspiel mit der Arbeitsgemeinschaft der Trierer Firmen Christian Schnorpfeil und HK Köhler Straßenbau “exzellent” gewesen, und auch die Anwohner hätten “verständnisvoll mitgezogen”. So hätten viele Unterabschnitte zeitsparend miteinander kombiniert werden können; der Verzicht der Baufirmen auf Betriebsferien im Sommer habe dem Projekt weiteren Schub gegeben. Von “tollem Miteinander” konnte vor einigen Jahren keine Rede sein. Am 26. August 2008 hatte der Stadtrat beschlossen, dem erbärmlichen Zustand der Loebstraße ein Ende zu setzen, doch Anlieger brachten das Ausbauprojekt mit Einsprüchen zu Fall. Der Zuschussbescheid aus Mainz erlosch nach zwei Jahren, weil kein Baubeginn in Sicht war. Also alles wieder zurück auf Anfang.

Gemessen an damals geht es heute ruckzuck. Der Bewilligungsbescheid aus Mainz für den zweiten Bauabschnitt ist bereits da und somit die Grundlage für die Ausschreibung gegeben. Tiefbauamtschef van Bellen geht davon aus, dass ab Mai auf dem 350 Meter langen Abschnitt zwei gearbeitet und der auch bis Ende 2016 abgeschlossen werden kann. Wie es dann weitergeht, steht noch nicht fest. Abschnitt drei gilt als der kniffligste der insgesamt 1400 Meter langen Ausbaustrecke. Im südlichen Bereich der Loebstraße gibt es die meisten Anlieger. Allerspätestens 2019 soll aber die “Rumpelpiste” endgültig der Vergangenheit angehören.

Die neue Trassenführung der Loebstraße entspricht überwiegend dem bisherigen Verlauf. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Gestaltung des Querschnitts. Während der Verkehrsraum bisher lediglich aus einem einseitigen Gehweg und der Fahrbahn besteht, geht der Ausbau mit einer von 8,5 auf 6,5 Meter reduzierten Fahrbahn einher. Auf der gewonnenen Fläche entsteht ein Zweirichtungs-Radweg.
Der Ausbau dürfte insgesamt rund 4,5 Millionen Euro kosten. Abschnitt eins schlug mit zwei Millionen zu Buche, von denen das Land die Hälfte zahlte. Die Stadt Trier beteiligte sich mit 825 000 Euro, der Rest sind Anliegerbeiträge.

Extra

Zwei Verkehrsinseln, die im Zuge des Loebstraßenausbaus nahe der Pfalzeler Brücke und in Höhe der Einmündung Ohmstraße gebaut wurden, sind in den vergangenen Wochen mehrfach von Anliegerverkehr beschädigt worden. Die Unfallspuren deuten laut Bauleiter Eric Wolff (Tiefbauamt) darauf hin, “dass hier vor allem LKW-Fahrer zu schnell unterwegs waren”; ein weiterer Unfallgrund sei unachtsames Abbiegen, wobei die Randsteine der ungewohnten Inseln touchiert würden. Das Tiefbauamt hat nun abweisende Pfeile (vorgeschriebene Vorbeifahrt, Verkehrszeichen Nummer 222) angebracht. Tiefbauamtschef Wolfgang van Bellen: “Wir wollen so die Situation noch mehr verdeutlichen, auch wenn wir es laut Straßenverkehrsordnung nicht müssten.” Er glaubt, dass die neue Situation “Gewohnheitssache” und schon bald kein Thema mehr ist.

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Sprichwörtlich „überfahren“: neue Verkehrsinsel in der Loebstraße. Jetzt sollen Richtungspfeil-Schilder Abhilfe schaffen. TV-Foto: Friedemann Vetter

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