Verkehrsprojekt: Ring-Ausbau macht Mayen noch mehr zur Kreisel-Stadt

Die Erneuerung des Mayener Innenstadtrings ist ein Großprojekt, das die Stadt schon seit einigen Jahren beschäftigt. Mittlerweile nähert sich der sechste Bauabschnitt seinem Ende. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Arbeiten auf dem gut 200 Meter langen Teilstück des Habsburgrings zwischen der Einmündung zur Finstingenstraße und dem Obertor, die Anfang April begonnen haben, rechtzeitig vor dem Lukasmarkt abgeschlossen, der am 14. Oktober anfängt.

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Die Großbaustelle auf dem Habsburgring wird den Mayenern voraussichtlich bis Anfang Oktober erhalten bleiben.
Foto: Andreas Walz

Aktuell wird auf dem Abschnitt zwischen dem Kreisel an der Töpferstraße und dem Obertor gearbeitet. Die Arbeiten auf dem Teilstück zwischen der Finstingenstraße und dem Kreisel sind bereits abgeschlossen. Im gesamten Bauabschnitt wurden neben der Straßensanierung auch der Kanal und die Versorgungsleitungen erneuert. Die Kosten sind mit gut 320.000 Euro veranschlagt.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Herbst wird Mayen noch ein bisschen mehr zur Kreisel-Stadt. Denn dann gehören die Ampelanlagen, die früher sowohl an der Kreuzung Finstingenstraße als auch an der Einmündung zur Töpferstraße standen, endgültig der Vergangenheit an. Sie werden dauerhaft durch Kreisverkehre ersetzt – wobei es sich an der Finstingenstraße genauer gesagt um einen Oval-Verkehr handelt.

„Diese Form hat sich als praktisch erwiesen“, sagt Katharina Mannes, die bei der Mayener Stadtverwaltung für die Baustelle zuständig ist. Das hätten auch Testfahrten mit einem rund 18 Meter langen Gelenkbus gezeigt. „Der kam da überall rum.“ Der Kreisverkehr an der Töpferstraße soll gegenüber dem aktuellen Stand noch vergrößert werden. Dort wird der Durchmesser am Ende 21 Meter betragen, 3 Meter mehr als zurzeit.

Im Zuge der Ausbauarbeiten wird auch die Bushaltestelle nahe dem Obertor ausgeweitet. Diese Arbeiten werden im aktuellen Bauabschnitt aber noch nicht vollendet, sondern im folgenden Bauabschnitt noch weitergeführt. Geplant ist eine Bushaltestelle, an der Platz ist für einen 18 Meter und einen 12 Meter langen Bus. Damit werden Vorschläge aus dem Nahverkehrskonzept für die Region umgesetzt. „Da spielt Mayen eine zentrale Rolle“, erklärt Oberbürgermeister Wolfgang Treis. „Wir müssen entsprechende Umsteigemöglichkeiten schaffen.“

Offen ist derzeit noch, ob die Bäume im aktuellen Bauabschnitt erhalten werden können. Die Stadt hat einen Baumsachverständigen hinzugezogen. OB Treis erläutert: „Das ist den Erkenntnissen geschuldet, die wir im vorherigen Bauabschnitt gewonnen haben. Dort konnten die Bäume nicht wie ursprünglich geplant einfach erhalten werden.“

Wie die Stadt mit den noch vorhandenen Bäumen umgehen soll, ist Thema einer Ausschusssitzung am Mittwoch, 16. August, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Mayener Rathauses.

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