Neue Straßenlaternen: Mehr Licht für Triers gute Stube

(Trier) 13 neue Straßenlaternen werden derzeit am Trierer Hauptmarkt aufgestellt. Dass die Bauarbeiten so lange dauern, ärgert die City-Initiative.

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Auf dem Trierer Hauptmarkt werden mitten in der Haupturlaubszeit 13 neue Straßenlampen gesetzt. Die Bauarbeiten stören den Betrieb der Gastro-Terrassen. TV-Fotos: Christiane Wolff

Ferienzeit. Tausende Touristen, Trierer und Leute aus dem Umland, die zum Shoppen in die Stadt gekommen sind, tummeln sich auf dem Hauptmarkt.

Mitten durch die Masse bahnt sich eine kleine blaue Raupe ihren Weg. Der Fahrer des Baufahrzeugs schlägt mit einer Art automatischem Riesenmeißel Löcher in den Boden unter den Pflastersteinen. In die Löcher wiederum werden Halterungen gesetzt für die neuen Straßenlaternen, die Triers gute Stube künftig in besseres Licht rücken sollen.
Zum Bautrupp, der seit Wochen auf dem Hauptmarkt stationiert ist, gehören auch noch ein kleiner Schaufelbagger und ein Kipplader. Dazu drei Männer, die die Maschinen lenken und an den Baulöchern arbeiten.

Und zwar mehr oder weniger gleichzeitig an neun Stellen. Vor der Löwenapotheke, vor Tee Gschwendner, an der Sternstraße, etwas weiter hinten vor der Parfümerie Pierre, zur Simeonstraße, vor McDonald’s, vor dem Juwelier Christ, an der Steipe und an der Ecke zur Dietrichstraße: Überall stören weiß-rote Bauzäune, die jeweils etwa acht Quadratmeter Pflaster absperren, das Bild des Hauptmarkts. Darüber, dass die Laternen-Montage sich über Wochen hinzieht, ärgert sich Jürgen Poss: “Es kann doch nicht sein, dass das Herzstück der City an gleich mehreren Stellen wochenlang aufgerissen und abgesperrt ist”, sagt der Inhaber zweier Schuhgeschäfte in der nahen Dietrichstraße.

“Die Bauarbeiten hätten definitiv anders organisiert werden müssen, pro Laterne dürften jeweils nur wenige Arbeitstage anfallen”, sagt Poss, der als Schatzmeister dem Vorstand des Trierer Händlerrings City-Initiative angehört. “Jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit komme, hoffe ich, dass die hässlichen Sperren endlich weg sind. Jeden Morgen werde ich enttäuscht” , sagt der Schuhhändler.

Adressat seiner Beschwerden sind die Trierer Stadtwerke (SWT), die die schlichten LED-Laternen im Auftrag der Stadt aufstellen. Mit den eigentlichen Arbeiten haben die SWT wiederum eine Baufirma beauftragt.

Anfang Juli haben die Arbeiten begonnen. Sechs Wochen sollten sie dauern. Aber es gibt Verzögerungen, wie SWT-Pressesprecher Carsten Grasmück bedauert: “Die Arbeiten dauern rund zwei Wochen länger, weil sich die Lieferung des Sonderpflasters, das im Bereich der neuen Masten wieder verlegt werden muss, verzögert hat.” Dazu komme, dass das Fugenmaterial je nach Wetterlage zwei bis drei Wochen aushärten müsse. “Deshalb können die Absperrungen nicht umgehend nach Abschluss der Pflasterarbeiten weggeräumt werden”, erklärt Grasmück.
Solche Zwänge einer Baustelle muss auch Poss akzeptieren. “Aber es wäre eine Katastrophe, wenn es die Baulöcher nächsten Dienstag noch gibt. Am 15. August ist nämlich Feiertag in Luxemburg und im Saarland, und damit doppelt so viel los wie sonst, es wäre schade, wenn sich den Kunden dann immer noch ein abgesperrter Hauptmarkt präsentiert.” So wird es allerdings wohl sein, wie SWT-Sprecher Grasmück ankündigt:. “Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende August abgeschlossen.”

Extra: VERSPÄTETER BAUBEGINN

Eigentlich sollten die 13 neuen, je fünf Meter hohen LED-Leuchten schon längst auf dem Hauptmarkt aufgestellt sein. Doch die Sache verzögerte sich, weil Stadtwerke, Stadt und die Inhaber von Cafés, Restaurants und Geschäften rund um den Hauptmarkt sich über die exakten Standorte nicht einig waren. Nach kleineren Umplanungen im Mai – samt Reduzierung von 14 auf 13 neue Leuchten – hätte die Montage beginnen können. Allerdings wären die Arbeiten dann nicht rechtzeitig zum Altstadtfest am vierten Juni-Wochenende fertig gewesen – weshalb sie aufgeschoben wurden.

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